Xylo

Mittwoch, 21. November 2007

Das Kalb

Geschrieben von Xylo unter Xylo

Hi alle zusamen. Es wird Zeit, dass ich mich vorstelle... Mein Name ist "Xylo", X-EI-L-OU gesprochen. Ich bin ein (sehr) alter Bekannter von sjÁlfur und zur Zeit auf Reisen. Nachdem ich schon zwei- oder dreimal Beiträge geschrieben habe, die sjÁlfur für mich veröffentlicht hat (teilweise ist das schon vor über einem Jahr gewesen...), hab ichs endlich geschafft, mich selbst anzumelden und darf hier jetzt hin und wieder mitschreiben. Ich hoffe, ich finde mich in den Schreib- und Layoutstil hier gut ein.


"Touch a feal, you blind a must
Soft the skin of the warmest rust
Cause nothing blows in the faraway
I go away, go away
Past the hills, past the day"

Wie ich schon sagte, ich bin zur Zeit unterwegs. Aktuell sitze ich in einem kleinen Pensionszimmer auf einem Ferien-auf-dem-Bauernhof-Bauernhof, das für diese Woche noch meine Unterkunft ist. Hinter der Wand, an der ich jetzt in diesem Moment lehne, ist der Kuhstall. Ich habe heute geholfen, die Kühe von der Weide zu treiben. Das gehört mit zu meinen Aufgaben auf meiner Reise, war aber mehr als nur eine Aufgabe. Wenn man - wie ich - zu lange nur Städte gesehen hat, muss man sich an bestimmte Dinge erst gewöhnen. Eines dieser Dinge ist eine Kuh, die auf einer Landstraße steht und nicht weitergehen will. Ein anderes ist das umfassende Frühstück mit frischen Landprodukten, für das man in der Stadt ein kleines Vermögen zahlen muss...

Ihr seht schon, ich tu mich etwas schwer damit, in diese Blog-Geschichte reinzufinden. Etwas zusammenhanglos. Aber bestimmt wird das noch. Ich bin da sehr zuversichtlich.

Jedenfalls hat es keine zwei Tage gedauert, bis ich in die Bauernhof-Familie aufgenommen wurde. Nach mir wurde sogar ein Kälbchen benannt, das geboren wurde, kurz nachdem ich angekommen bin. Die ... sagt man Bauersfrau? Bäuerin? muss man das politisch korrekt heute anders nennen?... Die Bäuerin zeigte mir jedenfalls mein Zimmer, als sie in den Stall gerufen wurde, weil das neue Kalb da war. Ich hatte erst gedacht, das wäre geliefert worden... quasi frisch aus dem Großhandel. Aber als ich dann mit in den Kuhstall gegangen bin, aus beruflicher Neugier und weil ich mich etwas... naja... stehengelassen fühlte, wurde ich Zeuge der... Nachgeburt. Ist jetzt nicht das ästhetischste Kapitel des Bauernhofs, aber das Kälbchen sah ganz nett aus. Und es heißt jetzt "Xylo"...

Ich bin froh, dass ich schon woanders bin, wenn Xylo irgendwann zum Schlachter wandert. Und dass man der maschinell verpackten Wurst aus dem Discounter den Namen des verarbeiteten Tiers nicht ansehen kann...

Ich mag das Leben auf dem Bauernhof. Als Tourist, versteht sich...


Xylo

Dienstag, 3. Juli 2007

the crawl

Geschrieben von sjAlfur unter Xylo

"lay me down
the lie will unfurl
lay me down to crawl"

[placebo]

Es gibt Tage, da habe ich keine Lust mehr auf das Leben. Nicht so. Ständig irgendein Scheiß in den Nachrichten, über den man sich zu informieren hat, wichtige Diskussionen bei denen man reflektierte Meinungen bilden muss, ewiges Selbstinfragestellen um das eigene Weltbild zu rechtfertigen...

Lasst mich doch einfach in Ruhe mit eurem kranken scheiß... verantwortung, Arschficken. Ich frage mich, warum ich zu sehr an meiner "Vernunft" hänge um mich nicht mit Whiskey und Hasch wegzublasen. Zumindest mal für ein paar Wochen, bis das Blut wieder schmerzfrei zirkuliert.

Wieder mal völlig weggeschossen auf 'nem altmodischen Teppich in irgendeinem Wohnzimmer vor irgendeiner HiFi-Anlage liegen und sich gedanklich von CD-Hüllen fressen lassen... Was war es für eine Serie an beschissenen Abenden, aber immerhin, man hatte später was zu erzählen.

Stattdessen Grauzone. Geistig ausgeglichener Relativismusscheiß und politisch korrekte Internetpräsenz. Cool, online und so... bin ich 'n verdammter Yuppie, oder was? Oder in einem verdammt beschissen schlechten US-Roadmovie, in dem sich die Dialoge auf gottverdammt, beschissen und... "oh mein gott!" beschränken.

Ich hasse diesen Musik-Konstruktionsmist vor'm Rechner mit sporadischem Whiskey-Cola und Zigaretten. Ich will wieder den Zustand von Sonntag morgens zurück, mit 'nem angeschlagenen Schädel, abgestandenen dummen Sprüchen und unerfüllter Jugendliebe...

...vor allem um denen dann zu sagen, wie wenig ich sie heute noch brauche. Warum kennt das Alter keine Rache mehr?


Xylo

Montag, 11. Juni 2007

jukebox fuckup

Geschrieben von sjAlfur unter Xylo

"of tears
and idle threats
misplaced
and no matter what they do
they can't get to you
i'll be your stumbleine
i'll be your super-queen
and make you me"

Da war diese Höhle unter Blechdach und Baumkronen. Ziemlich am Ende des Kapitels. Er dachte, man müsse nur eine Seite umblättern... Aber es ist so, wie in vielen Büchern. Man folgt einem Handlungsstrang, bis man ihn zu fassen glaubt, man versetzt sich in die Charaktere, und dann entwickelt sich alles anders.

Eigentlich wie ein schlechter Film. Zwei Protagonisten, eine beliebige Geschichte, eine Weggabelung... das übliche blabla, Freundschaft und Jugend, Worte und Stille, Hands and Arrows...

"mayfair mistress of the satellites
misspent youth
faking up a rampage
to hold off
the real slaves"

Blättert man nicht nur Kapitel sondern ganze Bände weiter, trifft man die Protagonisten wieder. Verschiedene Handlungsstränge in fernen Dimensionen, er kämpft mit seinem Sternenkreuzer gegen die Götterdämmerung, sie schürft den Sinn des Lebens aus den Bergwerken von Asgard.

Es ist in Ordnung, dass sich die wahren Bücher niemals zurückblättern lassen, aber es sollten dieselben Wörter sein, die in den weit entfernten Welten die Handlungen formen. Ansonsten macht ein Buch keinen Sinn, und ein Buch ohne Sinn will keiner lesen...

"come around ruby
i could never sleep alone"


Xylo

Montag, 28. Mai 2007

Fürstenrieder Promenade

Geschrieben von sjAlfur unter Xylo

"i talk to the wind"

Vorhin sind wir rausgegangen. Eis kaufen. Rauchen. Sowas halt. Es sind hier keine zehn Grad mehr und anhaltender Sprühregen. Wir waren gerade draußen, als mir irgendwas komisch vorkam... Gut, die Luft ist ziemlich frisch und klar, das passiert in München normalerweise nicht, aber mit einem Tag frei von Berufsverkehr mehr, kann das schon mal passieren.

Wir waren fast schon in Sichtweite zur Fürstenrieder Straße, als ich im Prasseln und Rascheln des Regens im Rinnstein und Blattwerk der Bäume das erste Mal ein gleichmäßig aufbrandendes und abebbendes Rauschen hörte. Auch kam mir der Gehweg außergewöhnlich sandig vor.

Als wir dann um die letzte Straßenecke kamen, erstreckte sich der Sand bis auf unsere Seite der Fürstenrieder Straße. Und die hat immerhin sechs Spuren plus Grünstreifen in der Mitte. Die auf diesem Streifen stehenden Büsche ragten aber ebenfalls nur noch mit den Spitzen aus dem Sand, der sich zur anderen Straßenseite in große Dünen auftürmte.

Der Straßenverkehr war verschwunden, und die Tankstelle, in der wir ein Eis kauften, glich mehr einem Strandcafé, in das sich die wenigen dem Wetter trotzenden Touristen zusammenfanden. Wind und Regen, Sand und Salz riefen direkt über die Dünen vom Meer herauf.

Das Meer musste auf der anderen Seite sein, wenn nicht der Starnberger See innerhalb weniger Stunden eine erstaunliche Verwandlung durchgemacht hatte, aber... wir gingen wieder nach Hause. Das Meer war so nah, aber wer glaubt schon an einen von Wellen umspülten Strand am Rande des Münchner Westends?

Eben. Hätten wir den Weg die Dünen hinauf genommen und nachgesehen, ich bin mir sicher, alles wäre in sich zusammengefallen, zurück in den stickig-heißen Smog. Und so haben wir immer noch Wind und Regen...


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